Die Weltbank

Im Film „Das grüne Gold“ wird gezeigt,
welche Rolle die Weltbank bei der Vergabe
von Krediten an die Äthiopische Regierung
gespielt hat.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung schreibt
über die Weltbank:

Zitat:
Seit den 1960er Jahren ist es ihre Hauptaufgabe,
die Armut in der Welt zu bekämpfen und zum wirtschaftlichen Aufbau und der Förderung
von Unternehmen in Entwicklungs-  und Schwellenländern beizutragen.

Der Deutschlandfunk berichtet:

Saudi-Arabien lässt in Äthiopien Reis zum Export anbauen.

„Sie befahlen uns, das Land zu verlassen…  – Wenn nicht, greifen sie uns an.“

Der Dokumentarfilm „Das grüne Gold“, der am 5. Oktober auch in die deutschen Kinos kommt, erzählt in grandiosen und aufrüttelnden Bildern von Äthiopien.
Eigentlich – laut G 20 Afrika-Gipfel vom letzten Juni in Berlin – ein „reformorientierter Musterstaat“ und Schwerpunkt bundesdeutscher Entwicklungshilfe.
In Wirklichkeit aber: Ein autokratisches Regime, eine Bevölkerung,
die unter Hungersnöten leidet, Nahrungsmittel importiert – während
saudi-arabische Großinvestoren mitten im Land Basmati-Reis zum Exportieren anbauen. Dafür haben sie mit brutalen Mitteln die Landbevölkerung vertrieben, die sich nun bewaffnet.  – Neue Konflikte im ohnehin konfliktreichen Kontinent.
Ein Teufelskreis, befeuert durch vermeintliche Entwicklungshilfe der Weltbank.
Der schwedische Filmemacher Joakim Demmer hat mithilfe des äthiopischen Journalisten Argaw Ashine den Geldströmen nachgespürt – am Ende reisen Vertreter der Vertriebenen sogar nach New York. 

„In Äthiopien hilft die Weltbank den Menschen nicht, sie schadet ihnen.
Lasst uns vielmehr in Menschenrecht und Menschenwürde investieren – und nicht
in die, die ihnen Leid zufügen.“

Die flammende Ansprache bleibt vergeblich.
Journalist Ashine dagegen wird von der äthiopischen Regierung mit Gefängnis bedroht – noch während er für „Das grüne Gold“ recherchierte, floh er ins Exil in die USA.
In Köln versucht Ashine nun, das Bewusstsein des Westens aufzurütteln. 

„Die westliche Welt kann mehr tun, um die Dinge zu ändern.
Was wir in diesem Film erstmals tun, ist die Zusammenhänge konkret zu zeigen:
Die Quelle des Geldes, die Beteiligung internationaler Organisationen,
die Perspektive der lokalen Menschen, vertrieben in Lagern.
Sie beginnen nun, Widerstand zu leisten, aber ihre Beschwerde
wurde von der Weltbank abgewiesen.
Wie viel mehr könnte aber die Bank tun, um den Kreislauf von Hunger,
Konflikt und Flucht zu beenden. Ich glaube, dass Europäer sich nach dem Film sagen:
Oh, ich bin wirklich Teil von diesem Verbrechen, von diesem Problem.
Was kann ich daran ändern.“

Wir alle können etwas ändern !

Bereits 2015 schrieb das Handelsblatt:

Ein Kontroll-Gremium der Weltbank hat heftige Kritik an einem Projekt erhoben:
Die Weltbank soll mitverantwortlich für die gewaltsame Vertreibung zehn-tausender Mitglieder der Anuak durch Soldaten in Äthiopien sein.

und

Trotz dieser Berichte setzte die Weltbank ihre Finanzierung des Projekts fort,
an dem auch die deutsche KfW beteiligt ist.

Auch hier könnten wir ansetzen und die KfW veranlassen
keine Kredite für dieses Projekt zur Verfügung zu stellen.
Es gibt viele Möglichkeiten aktiv zu werden.

Nachtrag:
Und so hört sich dann die offizielle Version an:

Äthiopien – Afrikas Wirtschaftslokomotive

Schaut euch auch das Video an !
Ricarda
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Über Margit Ricarda Rolf

Initiatorin
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Ein Kommentar zu Die Weltbank

  1. Karl-Peter sagt:

    Ein enges Zusammenspiel von „Weltbank“,
    der Äthiopischen Regierung und den Investoren
    zerstören den Planeten, die Umwelt und die Menschlichkeit.

    Und das Schlimme daran ist:
    Wir machen alle mit und unterstützen diesen Weg der Zerstörung.
    Das gibt mir zu denken …

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