Das grüne Gold – Premiere im Abaton

Wir waren heute, am So. 15.10.2017,  zur Premiere im Abaton und haben Joakim Demmer persönlich getroffen. Vielen Dank für seine Aufmerksamkeit am Flughafen von Adis Abeba, für die Hartnäckigkeit und Ausdauer diesen Film über sieben Jahre zu erstellen und den Mut, ihn trotz der Gefahren zu vollenden.

Stellvertretend für viele Kritiken möchte ich hier die von epd-Film zitieren:

Ackerland – das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt, eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren.
Der Traum von Wohlstand hat jedoch seine dunklen Seiten:
Es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes,
über 1 Millionen Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage,
die Böden werden überfordert – die Antwort ist eine Spirale der Gewalt
im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung.
Denn zu dieser Entwicklung tragen auch Milliarden Dollar Entwicklungshilfe
von Institutionen wie der EU und Weltbank bei.
Und wer sich in den Weg stellt, erfährt die harte Hand der Regierung.
Dies muss auch der junge äthiopische Umwelt-Journalist Argaw lernen,
der seine Stimme erhebt – und sich damit selbst in Gefahr bringt.
Transnationale Land-Investitionen als Konjunkturmaschine oder Ausverkauf
des eigenen Landes. Die einen hoffen auf große Gewinne und Fortschritt,
die anderen verlieren Existenz und Zuhause.

Der erschreckenden Wahrheit auf der Spur trifft der schwedische Regisseur Joakim Demmer auf Investoren, Entwicklungsbürokraten, verfolgte Journalisten, kämpfende Umweltaktivisten und vertriebene Bauern.

Ein ungeheuerlicher Real-Thriller, der von den scheinbar entlegenen Ecken Äthiopiens über die globalen Finanzmetropolen direkt auf unseren Esstisch führt.

Der letzte Satz bringt es genau auf den Punkt:
Wir alle, jeder einzelne von uns, entscheidet, wie es weiter gehen wird.
Was findet sich morgen auf deinem Teller ?
Grünkohl aus Dithmarschen, Kartoffeln aus der Lüneburger Heide,
Äpfel aus dem Alten Land ?
Wie sieht die Ökobilanz deiner Nahrung aus ?
Unterstützt du durch deine Gewohnheiten Regierungen wie die in Äthiopien ?
Oder isst du regional, vollwertig und saisonal ?

Das wäre der erste Schritt !

Der nächste ist es, seinen Protest auszudrücken durch Schreiben an die Vertretungen
von Äthiopien und unsere Abgeordneten. Such deinen Abgeordneten auf oder sein Büro. Fordere ihn auf sich den Film anzusehen und/oder ihn zum Gegenstand einer Fraktionssitzung zu machen.

Wir müssen begreifen, dass alles mit allem zusammen hängt.

Was mich besonders geschmerzt hat bei diesem Film, war -neben der Vertreibung
der Menschen – die sinnlose Zerstörung eines Naturschutzgebietes.
Beeindruckend in Szene gesetzt die Affen, die neben den zerstörten Flächen hin und her liefen.  –  Sie können sich noch viel weniger wehren als die vertriebenen Menschen.

Lasst uns also auch Tierschützer, Umweltschützer, Veganer und Rohköstler
mit ins Boot holen.
Ich habe bis vor kurzem nicht gewusst, was in Äthiopien geschieht,
und sie wissen es ganz sicher auch nicht.

Aufklären, aufklären, aufklären…

Dieser Film ist dazu eine gute Möglichkeit.
Ricarda
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Über Margit Ricarda Rolf

Initiatorin
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Ein Kommentar zu Das grüne Gold – Premiere im Abaton

  1. Karl-Peter sagt:

    Das grüne Gold – Ein Film, der betroffen macht.
    Da blieb kein Zuschauer verschont.

    Diesen Film sollte sich jeder anschauen.

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